vs. EHC Cosmos

Samstagmorgen, 05:30 Uhr stand auf dem Wecker, als er sich lautstark bemerkbar machte. Das Bett war gar nicht richtig warm geworden nach der Generalversammlung des Turnvereins Seuzach am Vorabend. Ein verschobenes Spiel stand auf dem Tagesprogramm. Es war nicht richtig klar, wie viele Wölfe in der Gardeobe auftauchen werden, hatten sich alle Abwesenden abgemeldet? Noch nervöser war man aber wegen des Biers, denn der auf dem Bierplan aufgeführte Polizist befand sich auf einem Töffausflug. Ich konnte sofort beruhigen, das Bier stand bereits zur Kühlung am Eisrand, der Bierdienst wurde bilateral abgetauscht. Thöms brachte zwei Säcke Gipfeli und aus der Nervosität wurde Gemütlichkeit. Mittlerweile war die Garderobe prall gefüllt und der Captain stand auf um all die Spieler sehen und einteilen zu können. Zwei Verteidigerpaare und drei volle Sturmreihen, im Goal Mämpfi. Der Masterplan: Aus einer soliden Defensive nach vorne powern und aufs gegnerische Tor drücken. Wir brauchten für einmal keine Zeit um im Spiel anzukommen, anscheinend waren alle hell wach und bereit, den drohenden Abstieg zu verhindern. Gemeinsam wollte man endlich wieder einmal einen Sieg feiern. Der Vorstand legte los wie die Feuerwehr. Der Captain legte für den Präsidenten wunderschön auf, welcher ebenso schön vollendete. 1:0. Die Partie war lanciert. Puck erkämpfen, halb ums Goal kreisen, ein schöner Pass von Beat, notabene ein weiteres Vorstandsmitglied und Roman, der gekonnt vollendet. Vorstandsaspirant? 2:0. Der Gegner war geschockt, denn zumindest zu Beginn des Spiels wollte man mithalten, denn dies war mit den nur neun angereisten Spielern bis zum Spielende wohl kaum möglich. Die Cosmos-Spieler tauchten selten in unserem Verteidigungsdrittel auf, wir konnten durch weitere Tore von Bindi und Wurmi auf 4:0 davon ziehen. Bevor der Gegner in Tränen ausbricht, hatte unser slowakischer Kanadier eine Idee: Wir legen dem Gegner den Puck hin, damit er alleine auf unser Tor losziehen kann. Der aufgelegte Penalty wurde dankend angenommen und 20 Sekunden vor Drittelsende verwertet. 4:1. Mämpfi wurde somit der Drittel-Shutout verwehrt, was er nicht sehr amüsant fand. Nach der Eisreinigung verkürzte der Gegner auf 4:2. Drohte ein Einbruch? Geriet unsere Tormaschinerie ins Stocken? Oli, Beat, Nici und nochmals Beat sagten klar nein und erhöhten in dieser Reihenfolge auf 8:2. Der Gärprozess war gestartet, es ging noch darum, wer den Kasten Bier von der Brauerei abholt. Zuvor kam es aber noch zu einem gepfiffenen Penalty. Remo konnte den gegnerischen Spieler nur regelwidrig stoppen, worauf der Schiedsrichter seine Arme über dem Kopf kreuzte. Der Penalty führte zu einem kosmischen Erfolgserlebnis, welches euphorisch auf dem Eis zelebriert wurde. Als die Freudengesänge verklungen und die Champagnerflaschen wieder eingepackt waren kümmerte man sich auf unserer Seite um den Biernachschub. Und dies so direkt, dass kein Assist ausgemacht werden konnte. So wurde der Assist zum zehnten Goal dem Goalie zugeschrieben. Roman und Oli hatten noch nicht genug vom Tore schiessen und erhöhten zum Endstand auf 12:5. Die Scorerliste muss dringend aktualisiert werden, möglich dass es einen Topscorerwechsel gegeben hat.

Der Abstieg wurde vorerst einmal abgewandt und der Sieg wurde gebührend gefeiert in der Garderobe, wer weiss wann sich die nächste dazu Gelegenheit bietet.

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